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Gemeinsam beraten - wirksam vernetzen

Der 1. Fachtag Frühe Hilfen fand im Kreishaus statt.

Der 1. Fachtag Frühe Hilfen fand im Kreishaus statt.

(24.4.2018, Rhein-Sieg-Kreis,ar) Kinder haben ein Recht auf ein gutes Aufwachsen, sie haben besondere Bedürfnisse nach Anregung, Unterstützung, Förderung und Schutz. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen!“ Mit diesen Worten eröffnete Landrat Sebastian Schuster den 1. Fachtag Frühe Hilfen im Rhein-Sieg-Kreis.

Zu der Veranstaltung mit dem Motto „Damit das Leben sicher und gesund beginnen kann“ waren über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – überwiegend aus Jugendhilfe und Gesundheitsberufen – ins Kreishaus gekommen. Mit dabei war auch die Netzwerkkoordinatorin der Stadt Hennef für Frühe Hilfen vom Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Hennef. Alle hatten das Ziel die Vernetzung zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitswesen zu verbessern. Denn im Rhein-Sieg-Kreis gibt es bereits viele Angebote in ganz unterschiedlichen Bereichen. Wie die Angebote aber die Adressatinnen und Adressaten am besten so früh wie möglich erreichen können, darüber sollte sich ausgetauscht werden.

Annette Berger, Fachberaterin Frühe Hilfen des Landschaftsverbandes Rheinland, führte durch den Fachtag, der mit Vorträgen und Angeboten der Referenten Désirée Frese, Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen NRW, und Dr. Joachim Suder, Kinderarzt aus Tübingen, sehr gut aufgestellt war. Dr. Joachim Suder berichtete beispielsweise von seinen guten Erfahrungen mit flächendeckenden „Tandem-Schulungen“ von Kinderärtzinnen und Kinderärzte mit Jugendämtern. Ziel müsse weiterhin sein, neben den Kinderärztinnen und Kinderärzten auch die Zusammenarbeit mit den Hebammen, Entbindungspflegern sowie Gynäkologinnen und Gynäkologen zu intensivieren. Rege genutzt wurde auch das Angebot, die verschiedenen Angebote im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis kennenzulernen und mit den Anbieterinnen und Anbietern sowie Netzwerkkoordinatorinnen und Netzwerkkoodinatoren ins Gespräch zu kommen.

Bei dieser Veranstaltung handelte es sich um eine Premiere: Die Jugendämter der acht rechtsrheinischen Kommunen hatten sich mit dem Kreisjugendamt zusammengetan, um die Zusammenarbeit der Hilfesysteme weiter voranzubringen. Das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises brachte ebenfalls seine Kompetenzen ein. Bevor die Teilnehmenden in das Programm aus Fachvorträgen und Arbeitsgruppen einstiegen, erinnerte Landrat Sebastian Schuster daran: „Es geht bei dieser Veranstaltung nicht um uns. Es geht um Hilfen, die früh ansetzen und früh wirken, damit gar nicht erst etwas schief läuft im Leben eines Kindes.“

Die Angebote der Frühen Hilfen richten sich verstärkt an Familien mit jungen Kindern. Die Angebote sind kostenlos und haben präventiven Charakter. Sie sind ohne Antrag beim Jugendamt und unmittelbar beim durchführenden Träger abrufbar. Angebote früher Hilfen sind zum Beispiel die Elterntreffs/Elterncafés/Ü-Cafés, die Familienhebammen, das Elternbegleitbuch und verschiedene Präventionsprojekte. In den Jugendhilfezentren gibt es Informationen, welche Angebote im Rahmen der Frühen Hilfen in den Gemeinden bestehen.

 

 




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